NOFV-OBERLIGA NORD: GRÜN-WEISS BRIESELANG BEJUBELT ERSTEN AUSWÄRTSSIEG

NOFV-Oberliga Nord: Ramlow und Tatli machen späten 2:0-Erfolg bei Hertha 03 Zehlendorf perfekt.

Es scheint für die Kicker von Grün-Weiss Brieselang in der NOFV-Oberliga Nord wirklich Mannschaften zu geben, die ihnen nicht liegen und die ihnen liegen. Zur ersten Kategorie gehört der SV Lichtenberg 47, gegen den der Aufsteiger aus dem Havelland zwei 0:6-Klatschen kassiert hat. Zu den zweiten Teams zählt ohne Zweifel Hertha 03 Zehlendorf. Denn gegen die „kleine Hertha“ aus der Hauptstadt haben die Brieselanger nach dem 3:2 zu Hause im Hinspiel am Sonntag beim 2:0 (0:0) auch die zweite Begegnung gewonnen.

Brieselang wieder auf Platz 13 gerückt

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Beide Treffer erzielten die Gäste in der Schlussphase durch Paul Ramlow (88.) und Aliihsan Tatli (90.+1). Nach diesem ersten Auswärtssieg in der ersten Oberligasaison hat sich die Elf von Trainer Patrick Schlüter auf den 13. Platz verbessert und die eine Woche zuvor fast schon abhanden gekommenen Hoffnungen auf den Klassenerhalt sind bei ihnen wieder gestiegen.

Dabei war die Ausgangslage vor dem Gastspiel beim Tabellenfünften in Zehlendorf für die Brieselanger alles andere als optimal. Neben den immer noch nicht einsatzbereiten Filip Marciniak, Serge McNichol und Omar Shindy fielen dort bei den Gästen auch noch Jes Gastene und Christopher Lemke aus. So musste Coach Schlüter wieder einmal bei der Aufstellung improvisieren. „Wir wollten uns in Zehlendorf von Beginn an auf die Defensive konzentrieren und den Gegner nicht ins Spiel kommen lassen. Das haben die Jungs von Anfang an gut sehr gemacht. Und wir konnten bei Kontern auch immer wieder Nadelstiche nach vorn setzen“, sagte Schlüter.

Schon in der 9. Minute musste Hertha-Torwart Paul Gärtner bei einem Distanz-Versuch von Samir Mahmutagic eine erste Parade zeigen. Die beste Möglichkeit für die Zehlendorfer in der ersten Halbzeit hatte Kapitän Burak Mentes, der aber frei vor Gästekeeper Eike Doht scheiterte (28.). „Eike Doht hat über 90 Minuten ein überragendes Spiel gemacht. Er hat mehrere Großchancen von Zehlendorf vereitelt und war neben Lenny Stein unser Matchwinner“, meinte der Brieselanger Trainer.

Gäste überstehen kritische Phase in Hälfte zwei

In der zweiten Halbzeit gab es dann aber auch eine Phase, in der die Gäste etwas gewackelt haben. Das war ausgerechnet kurz nachdem der Zehlendorfer Mike Ryberg (51.) die Gelb-Rote Karte gesehen hatte und die Gastgeber ein Mann weniger auf dem Platz waren. So hatten die Brieselanger etwas Glück, als Niclas Warwel den Pfosten traf (67.). Nur zwei Minuten später klärte Stein nach einer Großchance von Hertha-Torjäger Faton Ademi den Ball auf der Torlinie. Und in der 72. Minute vergab der eingewechselte Efraim Gakpeto für die Gastgeber eine weitere Möglichkeit.

Mit Erdal Özdal (77./Zehlendorf) und Charlie Graf (79./Brieselang) mussten dann noch zwei weitere Spieler vorzeitig mit der Ampelkarte zum Duschen. „Zum Glück haben wir die kritische Phase gut überstanden und hinten heraus war unser Sieg dann nicht unverdient“, meinte Schlüter.

 

Zwei Minuten vor Schluss stand Paul Ramlow, der schon in den vergangenen Wochen gute Leistungen gezeigte hatte, bei einer Ecke von Marc Reichel am langen Pfosten richtig und schob den Ball zum 1:0 in die Maschen. Nur wenig später sorgte der eingewechselte Aliihsan Tatli mit einer schönen Einzelaktion zum 2:0 für die endgültige Entscheidung. Der Jubel bei den Brieselangern über den ersten Auswärtssieg war riesig. „Schön gespielt haben wir ja auswärts schon öfter in dieser Saison. Schön, dass es jetzt endlich mit drei Punkten geklappt hat und die Jungs gesehen haben, dass es auch auswärts funktioniert“, war auch die Freude bei Coach Schlüter sehr groß.

letztes Spiel am 04.06.2017

Mit dem Abpfiff des letztes Oberligaspiels am 04.06.2017 gegen Strausberg wird auch für Patrick Schlüter eine lange Trainerkarriere im Herrenbereich des SV Grün-Weiss Brieselang zu Ende gehen. In der Winterpause hat Pit, wie er von allen im grün-weissen Umfeld genannt wird, dem Vorstand seinen Entschluss mitgeteilt. Unter anderem mit den Worten "Mit dem Aufstieg in die Oberliga ist ein Traum für mich wahr geworden. Ich denke die Entwicklung des Männerteams sucht in der Region seines Gleichen." begründet Pit seinen Entschluss, seinen auslaufenden Vertrag nicht weiter zu verlängern.

Der Dank des Vorsitzenden des SV Grün-Weiss Brieselang, Michael Jacob, geht natürlich an den Trainer: "Mit Pit hat ein Brieselanger Urgestein den Verein über Jahre geprägt. Er hat maßgeblichen Anteil an der steilen Entwicklung der 1. Herrenmannschaft sowie des gesamten Vereins. Er war sowohl als Spieler, wie auch als Trainer eine Bereicherung für den Verein und wir hoffen alle, dass er uns in seinen anderen Funktionen noch lange erhalten bleibt. Das Pit uns rechtzeitig informiert hat gibt uns die Möglichkeit, frühzeitig auf die Suche nach einem Trainer zu gehen. Wir gehen davon aus, auch in der kommenden Saison in der Oberliga zu spielen."

Pit hat seine Trainerkarriere im Nachwuchs des SV Grün-Weiss Brieselang begonnen und dann das Amt als Spielertrainer in der Herrenmannschaft im Jahre 2008 in der Kreisliga übernommen. Als Kreismeister 2012 ging es über die Landesklasse und Landesliga für die grün-weissen bis in die Brandenburgliga, wo es ihnen als Aufsteiger gelang, direkt den Landesmeistertitel 2016 zu gewinnen. In der aktuellen Oberligasaison steht das Team aktuell auf dem 14. Platz.

Der Verein, der Vorstand, Spieler, Fans und Sponsoren danken Pit für seinen jahrelangen Einsatz.

Mit viel Engagement weiteren Heimpunkt erkämpft

NOFV-Oberliga Nord: Brieselanger trennen sich vom FC Hansa Rostock II unentschieden.

Axel Eifert vom Sportbuzzer

Viel vorgenommen hatten sich die Kicker vom Oberliga-Aufsteiger Grün-Weiss Brieselang für das letzte Heimspiel der Hinrunde gegen den FC Hansa Rostock II. Letztlich wurde es zwar nichts mit dem anvisierten Dreier, doch beim 1:1 (0:0)-Unentschieden holte die Elf von Trainer Patrick Schlüter wenigstens einen Punkt. Da es für die Mitkonkurrenten der Havelländer im Kampf um den Klassenerhalt an diesem Spieltag ebenfalls Punkteteilungen gab, hat sich in der Tabelle für die Brieselanger nichts geändert. Mit nunmehr elf Punkten belegen sie weiterhin den 13. Platz.

In Brieselang war es am Sonntagmittag ziemlich neblig, aber die Bedingungen waren noch so, dass gespielt werden konnte. Zunächst ging es zumeist im Mittelfeld hin und her. Für die Gastgeber versuchten es Nino Hippe (22.), Rico Liedtke (23.) und Maximilian Schmidt mit Schüssen auf das Rostocker Tor, die aber Gästekeeper Eric Behrens nicht wirklich überraschen konnten.

Kurz vor der Pause besaß dann die Hansa-Reserve zwei gute Möglichkeiten, um in Führung zu gehen. Zunächst zeigte der Brieselanger Torwart Eike Doht bei einem Kopfball von Nils Röth aus Nahdistanz (38.) eine starke Parade. Dann ging ein Scharfschuss von Robert Grube (40.) von der Strafraumgrenze nur knapp am Gehäuse der Gastgeber vorbei. So ging es mit einem 0:0 in die Pause.

Die Brieselanger schienen in Hälfte zwei noch nicht richtig auf dem Platz zu sein, da wurde Rostocks Jonas Hurtig nach einem Konter gut frei gespielt und hatte allein vor Doht keine Schwierigkeiten, das 1:0 für die Hansa-Reserve zu erzielen (48.). Der Torschütze verpasste dann in der 64. Minute, als er schon am herausgeeilten Brieselanger Torwart vorbei war, aber daneben schoss, das vorentscheidende 2:0 für die Gäste.

Die Brieselanger nahmen in der Folge ihr Herz in die Hand und spielten mutiger nach vorn. Richtig gute Chancen sprangen zunächst nicht heraus. Dann aber bekamen sie in der 73. Minute einen Elfmeter, nachdem zunächst Christpher Lemkes Versuch gut gehalten wurde, er aber nach dem Abpraller im Strafraum umgestoßen wurde. Filip Marciniak verwandelte sicher zum Ausgleich (73.). Danach drängten die Gastgeber auf den Siegtreffer, wären aber kurz vor Spielschluss bei einem weiteren Konter der Rostocker fast noch kalt erwischt worden.

Nach dem Abpfiff zeigten sich beide Trainer mit der Punkteteilung zufrieden. „Wir hatten in der Schlussphase zu viele Ballverluste und dadurch zu wenig Entlastung. Trotzdem wäre uns in letzter Minute fast noch der Siegtreffer gelungen“, sagte Hansa-Coach Gerald Dorbritz.

 

„Wir haben uns endlich einmal für eine engagierte Leistung belohnt. Drei Punkte wären natürlich besser gewesen, aber wir nehmen auch den einen Punkt mit“, so Brieselangs Trainer Patrick Schlüter.

Dem Gegner beim Toreschießen geholfen

 

NOFV-Oberliga Nord: Brieselanger verlieren nach einem richtigen und zwei halben Selbsttoren beim Malchower SV mit 2:5.

1:1 gegen einen Absteiger aus der Regionalliga
Im havelländischen Kreisderby trennten sich Aufsteiger Grün-Weiß Brieselang und Absteiger Optik Rathenow 1:1. Das Ergebnis geht in Ordnung, das spielerische Niveau eher nicht. Nach fünf Siegen in Folge erlitt Optik nicht nur vom Resultat, viel schlimmer vom Eindruck her einen Rückschlag. Dragan Erkic, der noch am Donnerstag zwei Spritzen erhalten hatte, war zwar wieder gesund und in der Startelf, kam aber gar nicht zur Geltung. Ohnehin war es nicht der FSV, sondern der Neuling, der aufdrehte. Filip Marciniak schoss freistehend über das Tor, Bjarne Rogall war nach einem der zahlreichen Fehlabspiele rechtzeitig draußen, und drei Grün-Weiße brachten aus dem Gewühl das Leder nicht über die Linie. Das alles passierte in der ersten Viertelstunde. Laufbereite, früh störende Brieselanger, die zudem die Mehrzahl der Zweikämpfe gewannen, waren wohl selbst überrascht, wie einfach es gegen eine extrem lax auftretende Optik-Elf war. Erst nachdem Rogall mit Mühe an einen Freistoß von Lenny Stein herankam, wurden die Gäste etwas wacher. Man konnte das Geschehen verlagern, aber eigene Chancen? Vielleicht der Kopfball von Emre Turan, der aber dann doch über die Latte flog.

In der Schlussphase ging es hoch her

Nach dem Wechsel passierte 15 Minuten lang herzlich wenig. Dann gab es eine Schrecksekunde. Bjarne Rogall wurde nach einer Flanke bedrängt und ließ den Ball fallen. Der auf beiden Seiten großzügig leitende Schiedsrichter Helmut Husmann aus Berlin pfiff nicht, Optik reagierte nicht, Brieselang traf nicht. Aber dann wurden einigen Akteuren des Gastgebers die Beine schwer. Nützte nichts, denn das, was den FSV sonst auszeichnete, die Gefahr in der Offensive versagte diesmal. Süleyman Kapan auf Murat Turhan, das ging einmal knapp vorbei, wenig später jedoch unfassbar aus acht Metern allein vor dem Tor drüber. Noch extremer war die Gelegenheit für Jerome Leroy, der nach der besten Kombination der gesamten Partie zehn Minuten vor dem Ende ebenfalls allein auf Eike Doht zulief und vorbeischoss. Normalerweise rächt sich das, am Samstag erstmal nicht. Der abgefälschte Schuss von Lars Halt, Bjarne Rogall hätte keine Chance gehabt, landete am Außennetz. Kurz darauf war für ein Drittel der 234 Zuschauer, viele Rathenower waren beim Kreisderby live dabei, die Welt wieder in Ordnung. Eine Eingabe von Jerome Leroy brachte Murat Turhan irgendwie über die Linie. „Wir sind noch längst nicht clever genug“, sah Ingo Kahlisch die sich anschließende Szene. Einen Eckball von Charlie Graf köpfte ausgerechnet Marc Reichel, einer der Kleinsten auf dem Platz, ins lange Eck. Weit in der Nachspielzeit wurden dann auch die Zuschauer, die pausenlos auf den Unparteiischen geschimpft hatten, ganz schnell ruhig. Brieselangs Torschütze Reichel und Süleyman Kapan waren böse aneinander geraten. Husmann beruhigte erst einmal die Gemüter und beließ es dann bei jeweils Gelb. So wie diese Privatfehde ging zum Schluss das gesamte Derby unentschieden aus.

Die Trainerstimmen

Ingo Kahlisch (FSV optik Rathenow): „Das wir nicht alle Spiele gewinnen, wusste ich. Das Spieler mal einen schlechten Tag haben, kenne ich auch. Wie wir hier heute teilweise aufgetreten sind, toleriere ich aber nicht, das gibt richtig Ballett. Nein, ich bin heute überhaupt nicht zufrieden, das liegt mir richtig schwer im Magen. Und damit meine ich nicht so sehr das Ergebnis. Jetzt dürfte auch der letzte Träumer gesehen haben, wir sind noch lange nicht so gut, wie unser Tabellenplatz aussagt.“

 

Patrick Schlüter (Grün-Weiß Brieslang): „Das Unentschieden geht in Ordnung. In der ersten Hälfte hatten wir die bessere Spielanlage und die besseren Chancen, da war sogar mehr für uns drin. Nach der Pause war Rathenow überlegen. Bei zwei, drei Akteuren war nachher die Kraft ein wenig weg, deshalb habe ich gewechselt. Da muss Optik eigentlich 2:0 führen. Ein 1:1 hätte ich vorher sofort unterschrieben. Letztlich ist es wegen der unterschiedlichen Halbzeiten am Ende wohl gerecht.“


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