1:1 gegen einen Absteiger aus der Regionalliga
Im havelländischen Kreisderby trennten sich Aufsteiger Grün-Weiß Brieselang und Absteiger Optik Rathenow 1:1. Das Ergebnis geht in Ordnung, das spielerische Niveau eher nicht. Nach fünf Siegen in Folge erlitt Optik nicht nur vom Resultat, viel schlimmer vom Eindruck her einen Rückschlag. Dragan Erkic, der noch am Donnerstag zwei Spritzen erhalten hatte, war zwar wieder gesund und in der Startelf, kam aber gar nicht zur Geltung. Ohnehin war es nicht der FSV, sondern der Neuling, der aufdrehte. Filip Marciniak schoss freistehend über das Tor, Bjarne Rogall war nach einem der zahlreichen Fehlabspiele rechtzeitig draußen, und drei Grün-Weiße brachten aus dem Gewühl das Leder nicht über die Linie. Das alles passierte in der ersten Viertelstunde. Laufbereite, früh störende Brieselanger, die zudem die Mehrzahl der Zweikämpfe gewannen, waren wohl selbst überrascht, wie einfach es gegen eine extrem lax auftretende Optik-Elf war. Erst nachdem Rogall mit Mühe an einen Freistoß von Lenny Stein herankam, wurden die Gäste etwas wacher. Man konnte das Geschehen verlagern, aber eigene Chancen? Vielleicht der Kopfball von Emre Turan, der aber dann doch über die Latte flog.

In der Schlussphase ging es hoch her

Nach dem Wechsel passierte 15 Minuten lang herzlich wenig. Dann gab es eine Schrecksekunde. Bjarne Rogall wurde nach einer Flanke bedrängt und ließ den Ball fallen. Der auf beiden Seiten großzügig leitende Schiedsrichter Helmut Husmann aus Berlin pfiff nicht, Optik reagierte nicht, Brieselang traf nicht. Aber dann wurden einigen Akteuren des Gastgebers die Beine schwer. Nützte nichts, denn das, was den FSV sonst auszeichnete, die Gefahr in der Offensive versagte diesmal. Süleyman Kapan auf Murat Turhan, das ging einmal knapp vorbei, wenig später jedoch unfassbar aus acht Metern allein vor dem Tor drüber. Noch extremer war die Gelegenheit für Jerome Leroy, der nach der besten Kombination der gesamten Partie zehn Minuten vor dem Ende ebenfalls allein auf Eike Doht zulief und vorbeischoss. Normalerweise rächt sich das, am Samstag erstmal nicht. Der abgefälschte Schuss von Lars Halt, Bjarne Rogall hätte keine Chance gehabt, landete am Außennetz. Kurz darauf war für ein Drittel der 234 Zuschauer, viele Rathenower waren beim Kreisderby live dabei, die Welt wieder in Ordnung. Eine Eingabe von Jerome Leroy brachte Murat Turhan irgendwie über die Linie. „Wir sind noch längst nicht clever genug“, sah Ingo Kahlisch die sich anschließende Szene. Einen Eckball von Charlie Graf köpfte ausgerechnet Marc Reichel, einer der Kleinsten auf dem Platz, ins lange Eck. Weit in der Nachspielzeit wurden dann auch die Zuschauer, die pausenlos auf den Unparteiischen geschimpft hatten, ganz schnell ruhig. Brieselangs Torschütze Reichel und Süleyman Kapan waren böse aneinander geraten. Husmann beruhigte erst einmal die Gemüter und beließ es dann bei jeweils Gelb. So wie diese Privatfehde ging zum Schluss das gesamte Derby unentschieden aus.

Die Trainerstimmen

Ingo Kahlisch (FSV optik Rathenow): „Das wir nicht alle Spiele gewinnen, wusste ich. Das Spieler mal einen schlechten Tag haben, kenne ich auch. Wie wir hier heute teilweise aufgetreten sind, toleriere ich aber nicht, das gibt richtig Ballett. Nein, ich bin heute überhaupt nicht zufrieden, das liegt mir richtig schwer im Magen. Und damit meine ich nicht so sehr das Ergebnis. Jetzt dürfte auch der letzte Träumer gesehen haben, wir sind noch lange nicht so gut, wie unser Tabellenplatz aussagt.“

 

Patrick Schlüter (Grün-Weiß Brieslang): „Das Unentschieden geht in Ordnung. In der ersten Hälfte hatten wir die bessere Spielanlage und die besseren Chancen, da war sogar mehr für uns drin. Nach der Pause war Rathenow überlegen. Bei zwei, drei Akteuren war nachher die Kraft ein wenig weg, deshalb habe ich gewechselt. Da muss Optik eigentlich 2:0 führen. Ein 1:1 hätte ich vorher sofort unterschrieben. Letztlich ist es wegen der unterschiedlichen Halbzeiten am Ende wohl gerecht.“

Brieselang überrascht Favorit Altglienicke

 

Unsere Kicker haben am Sonnabend in der NOFV-Oberliga Nord für eine große Überraschung gesorgt. Das Aufsteigerteam von Trainer Patrick Schlüter kam beim klar favorisierten Spitzenreiter und Regionalliga-Aufstiegskandiaten von der VSG Altglienicke zu einem 2:2 (0:1)-Unentschieden und holte damit einen vorher nicht erwarteten Punkt. In der Tabelle verbesserten sich die Brieselanger damit auf den zehnten Platz.

Fast wäre es in Altglienicke sogar zur ganz großen Sensation gekommen. Denn in der 53. Minute waren die Brieselanger durch den zweiten Treffer von Lenny Stein mit 2:1 in Führung gegangen. „Danach hatten wir durch Filip Marciniak noch die große Chance zum 3:1, doch dessen Schuss hat der Torwart von Altglienicke sehr gut gehalten“, sagte Schlüter. So kamen die Gastgeber in der 72. Minute durch den zweiten Treffer von Ex-Profi Torsten Mattuschka (1. FC Union Berlin und Energie Cottbus) noch zum 2:2-Ausgleich, der dann auch der Endstand war. „Ein Sieg wäre für uns sicherlich des Guten etwas zu viel gewesen. Altglienicke war schon von der ersten bis zur letzten Minute spielerisch das überlegene Team. Sie hätten auch vor unserem Ausgleich kurz vor der Pause eigentlich das 2:0 und 3:0 machen müssen, womit das Spiel entschieden gewesen wäre“, sagte der Brieselanger Coach. Allerdings sei es auch nicht so gewesen, dass der Außenseiter aus dem Havelland chancenlos gewesen wäre.

„Wir haben aus der Konterstellung heraus in der ersten Halbzeit drei, vier gute Möglichkeiten gehabt. Und auch in der zweiten Hälfte haben wir einige Male sehr gut nach vorne gespielt. Sicherlich war der Punktgewinn, mit dem ich natürlich sehr zufrieden bin, am Ende auch etwas glücklich, aber durchaus nicht unverdient, wie auch Altglienickes Trainer Simon Rösner hinterher gemeint hat“, sagte Patrick Schlüter.

Das Spiel hatte so begonnen, wie es die meisten erwartet hatten. Nach einem Angriff über die rechte Seite kam Mattuschka nach einem Abpraller an den Ball und traf mit einem Flachschuss aus elf Metern in die rechte Ecke zum 1:0. Brieselang glich aber zum psychologisch wichtigen Zeitpunkt in der 45. Minute aus. Nach einem Eckball von rechts von Alexander Greinert und Verlängerung von Christopher Lemke stand Lenny Stein am langen Pfosten frei und schob den Ball ein.

Auch das 2:1 für die Gäste fiel nach einem Eckball. Diesmal brachte Charlie Graf den Ball von der anderen Seite herein und der 1,98 Meter große Stein traf per Kopf. Für Lenny Stein, dessen Hauptaufgabe es eigentlich ist, die Abwehr zusammen zu halten, waren es übrigens seine ersten beiden Oberligatore. „Auch hinten hat Lenny überragend gespielt. Er, Marc Reichel und Torwart Eike Doht waren in Altglienicke unsere besten Spieler“, so Schlüter.

Groß ausruhen können sich die Brieselanger nicht, denn schon nächsten Sonnabend wird auf dem Fichtesportplatz Regionalliga-Absteiger Optik Rathenow erwartet, der den 1. FC Frankfurt gleich mit 7:1 abfertigte und mit zur Oberliga-Spitzengruppe gehört. Bangemachen gilt aber für die Schlüter-Schützlinge nicht, schließlich haben sie in Altglienicke bewiesen, dass sie in dieser Spielklasse mit allen Mannschaften mithalten können.

 

 

Brieselang siegt deutlich gegen Schöneiche
Brieselangs Coach Patrick Schlüter mochte im Vorfeld der Partie des 8. Spieltags fast von einem "Sechs-Punkte-Spiel" sprechen
. Mit Germania Schöneiche trat eine Mannschaft in Brieselang an, die vor dem Anpfiff eine ähnliche Bilanz wie die Gastgeber aufzuweisen hatten. Die Germania-Elf hatte einen Punkt mehr auf dem Konto als die Grün-Weissen und lag als Zwölfter zwei Plätze vor der Schlüter-Elf (14.). "Es wäre schön, wenn wir die drei Punkte gegen den derzeit direkten Konkurrenten zu Hause behalten könnten. Es wird aber keine leichte Aufgabe für uns gegen Schöneiche. Wir müssen von Beginn an konzentriert zur Sache gehen und in jeder kleinsten Situation hellwach sein, sowohl vorne als auch in der Defensive", so Schlüters Vorgabe an sein Team.

Vor 97 Zuschauern schenkten sich beide Mannschaften auf dem Fichte-Sportplatz in Brieselang in einer intensiven Partie nichts. Lange sah es nach einer torlosen ersten Halbzeit aus, ehe kurz vor dem Pausenpfiff Schiedsricher Martin Kuhardt nach Foulspiel der Gäste zurecht auf die Strafstoßmarke zeigte. Filip Marciniak hämmerte das Leder unhaltbar zum 1:0-Halbzeitstand in die Maschen (44.). Wenig später ertönte der Pausenpfiff, die Führung für die Gastgeber zum psychologisch günstigen Zeitpunkt.

Nach dem 2:0 in Unterzahl

Zehn Minuten nach dem Seitenwechsel legte Marciniak mit einem schön herausgespielten 2:0 nach (55.), ehe kurz darauf die Gäste die beste Möglichkeit zum Anschlusstreffer bekamen. Einen berechtigten Foulelfmeter legte sich Christopher Skade zurecht, doch Eike Doht ahnte die richtige Ecke und parierte den gut Richtung linkes, unteres Eck geschossenen Strafstoß stark (59.). Für die Gäste aus Schöneiche ein Knackpunkt im Spiel, wie auch Schlüter nach dem Abpfiff befand: "Wer weiß, wie sich das Spiel entwickelt hätte, wäre da das 2:1 gefallen." 

Nach einer guten Stunde schwächten sich die Gastgeber selbst, als Tarik Wenzel nach einem Foulspiel die Gelb-Rote Karte sah und Brieslang die verbleibende knappe halbe Stunde in Unterzahl bestreiten musste. Doch die Grün-Weißen zeigten eine starke Moral und trafen gar noch zum 3:0. Na klar, Marciniak wars, wer sonst, der gegen Germania einen echten Sahnetag erwischte. Nach einem Konter erzielte er den 3:0-Endstand. 

Ergebnis klarer, als der Spielverlauf

Am Ende ein Spiel, welches über 90 Minuten hinweg deutlich knapper war, als es das Ergebnis aussagt, mit den Gastgebern jedoch einen verdienten Sieger fand, wie beide Trainer nach dem Abpfiff einstimmig befanden. "Wir sind sehr froh und glücklich, dass wir das Spiel heute für uns entscheiden konnten", so Brieselangs Coach Schlüter nach dem Abpfiff. "Der Sieg und die drei Punkte waren für uns enorm wichtig."

 

In der Tabellen rücken die Grün-Weißen damit auf Tabellenrang 11 vor, während Germania Schöneiche auf Platz 14 abrutscht. Am kommenden Samstag (22.10.) geht es für die Brieselanger auswärts gegen den Tabellenvierten VSG Altglienicke (Anstoß 14 Uhr), Schöneiche empfängt hingegen zur Partie des 9. Spieltags den Tabellenneunten FC Hertha 03 Zehlendorf (Anstoß 15 Uhr). 

NOFV-Oberliga Nord: Aufsteiger kassiert 0:3-Niederlage beim Spitzenreiter Charlottenburger FC Hertha 06 unglückliche Gegentore

 

Am Ende wurde es doch noch ein deutliches Ergebnis. Die Kicker vom Oberliga-Aufsteiger Grün-Weiss Brieselang kassierten am Sonntag beim favorisierten Spitzenreiter Charlottenburger FC Hertha 06 eine 0:3 (0:2)-Niederlage und fielen damit in der Tabelle auf den 14. Rang zurück.

Dabei war in den 90 Minuten auf dem Rasenplatz in Berlin in den 90 Minuten kein allzu großer Unterschied zu sehen. Letztlich fiel die Entscheidung durch Kleinigkeiten, bei denen die etwas überraschend auf Platz eins liegenden Gastgeber im Vorteil waren. Brieselangs Trainer Patrick Schlüter hatte deshalb bei seiner Mannschaft auch nicht viel zu kritisieren. „Was uns derzeit trotz aller Bemühungen Probleme bereitet, ist die Durchschlagskraft im Spiel nach vorn. Ansonsten haben wir dem Tabellenführer alles abverlangt und können auf der Leistung von dem Spiel aufbauen“, meinte der Grün-Weiss-Coach.

Die Gäste aus Brieselang erwischten in Charlottenburg den besseren Start. Das gab sogar CFC-Trainer Hasan Keskin hinterher zu. „In den ersten 20 Minuten war Brieselang die klar bessere Mannschaft“, sagte er. Trotzdem gingen die Gastgeber in der 24. Minute mit ihrer ersten Chance mit 1:0 in Führung. Aus Brieselanger Sicht fiel dieser Treffer unglücklich, denn es hatte den Anschein, als wenn Torschütze Sercan Konal die Eingabe von links mit der Hand mitgenommen hätte. Schiedsrichter Tony Schuster aus Bautzen gab den Treffer aber.

Wenig später erhöhten die Berliner sogar auf 2:0. In der Folge an einen Ballverlust im Mittelfeld von Nino Hippe zeigte der Referee nach einer Aktion des Brieselangers Alexander Greinert gegen Ramy Raychouni an der Strafraumgrenze sofort auf den Elfmeterpunkt. CFC-Kapitän Demircan Dikmen ließ sich die gute Gelegenheit nicht nehmen und verwandelte souverän mit platziertem Schuss in die rechte Ecke (32.).

„Wir sind erst mit dem Führungstor in das Spiel gekommen, Das 2:0 war dann wie eine Erlösung für uns. In bin nicht einverstanden, dass wir die Führung in der zweiten Halbzeit nicht weiter ausgebaut haben, denn die Chancen waren da“, meinte CFC-Coach Keskin. Er dachte dabei wohl an den Lattentreffer von Ali Ayvaz in der 69. Minute aus 15 Metern.

Die Brieselanger waren im zweiten Durchgang weiter bemüht, das Ergebnis aus ihrer Sicht zu verbessern. So wurde ein Kopfball von Niklas Jordanov nach einem Eckball auf der Torlinie geklärt (76.). Nur fünf Minuten später traf Filip Marciniak mit einem Distanzschuss aus halblinker Position nur die Querlatte und den Versuch von Jordanov nach dem Abpraller konnte CFC-Torwart Ferdinand Hahn halten. Der Anschlusstreffer zu diesem Zeitpunkt hätte sicherlich noch interessante Schlussminuten nach sich gezogen.

Stattdessen sorgte Hassan Salhab bei einem Konter in der 86. Minute für das 3:0 und damit die endgültige Entscheidung zu Gunsten der Charlottenburger.

 

Wegen des Landespokals am kommenden Wochenende haben die Brieselanger nun 14 Tage Zeit bis zu dem wichtigen Heimspiel gegen Germania Schöneiche.


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